Baustellen und die Gelben

Gaberells möchten den Sommer, den es in der Schweiz im 2021 ja gar nicht gabt, verlängern. Wir fahren somit zum sage und schreibe 10. Mal nach Sardinien. Allerdings mit einigen Premieren. Wir fahren zu fünft. Damit all unser Gepäck verstaut werden kann, mieten wir eine Dachbox. An das neue Fahrgefühl muss sich Frau Gaberell noch etwas gewöhnen. Es geht via Autoverlad in Kandersteg weiter über den Simplon nach Domodossola. Im Piemont werden zig Abschnitte der Schnellstrasse sowie der Autostrada aktuell saniert. Immer wieder wird die Fahrbahn auf eine Spur verengt. Die kleinen Pilonen möchte Frau Gaberell liebend gerne mal abschiessen :-). Wir grüssen den Hafen in Genua und fahren weiter nach Livorno. Mit dem Einzug der kühleren Temperaturen in der Schweiz merkte Sohnemann, dass er keine passenden Jeans mehr hat. Wir sind früh genug in Livorno und shoppen erstmal im H&M. Im Coop nebenan kaufen wir unser Abendessen. Eine weitere Premiere ist die Überfahrt mit Sardegna Ferries, den Gelben. Mit der Dachbox gehören wir nicht zu den Ersten, die in den Bauch der Fähre fahren. Mit fünf Leuten haben wir uns eine Delux-Kabine gegönnt und sind sehr gespannt. Wir fühlen uns tatsächlich wie auf einem Kreuzfahrtschiff! Der Consierge führt uns persönlich zur Kabine mit Balkon. Zwei Schlafzimmer, ein Wohnzimmer sowie ein Badezimmer erwarten uns in Kabine 8101 und schauen wir auf dem Balkon heraus, sehen wir die Füsse des Kapitäns auf der Aussenbrücke. Durch die Bullaugen aus den Schlafzimmern würden wir in Fahrtrichtung blicken. Draussen ist es jedoch dunkle Nacht. Die Betten sind mit richtigen Duvets ausgestattet und wir schlafen herrlich und lange. Wir müssen uns sogar beeilen, dass wir noch einen Cappucino und ein Gipfeli ergattern können, bevor wir um 7.14 Uhr in Golfo Aranci sardischen Bode betreten.

Die Fahrt über Nuoro und Lanusei an die Costa Rei verläuft ohne Zwischenfälle und wir treffen nach 3 Stunden auf dem Marktplatz in Piscina Rei ein. Unsere Villa ist noch nicht bezugsbereit und wir gönnen uns in Jessy’s Strandbar ein feines italienisches Zmittag. Während wir unser Gelati und den ersten Drink im 4 Passion Café geniessen, erhalten wir die Nachricht, dass die Villa Melograno bezugsbereit ist. Trotz bewölkten Himmel ist es sehr warm und schwül. Wir richten uns ein und nehmen das erste Bad in den Wellen. Zum Abendessen wird der Grill eingeweiht. Müde sinken wir in unsere Betten.

Auch am heutigen Sonntag zieren Wolken den Himmel. Dennoch ist es warm und schwül. Die grossen Wellen im etwa 25° warmen Meer laden zum Wellenbretten und Wellenhüpfen ein.

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